Donnerstag, 18. Mai 2017

Die Kraft des Bösen



Wart ihr schon Mal in Neapel? Nein? Dann haben wir schon Mal etwas gemeinsam. Und doch hat mich der Krimi Die Kraft des Bösen* angesprochen. Und das, obwohl das Schwarze Cover mit oranger Schrift doch eigentlich gar nicht meinem Beuteschema bei Büchern entspricht. Aber wer inzwischen fast genauso viele Thriller liest wie Liebesschnulzen und Co. der muss halt auch beim Cover flexibel sein. Es kommt ja schließlich auf die inneren Werte an, oder? 


Polizist Franco De Santis wird an einem Sonntagmittag zu einem Selbstmord in einer Kirche gerufen. Dabei saß er doch gerade so gemütlich mit seiner Familie und seinen Schwiegereltern beim Essen. Doch der Schein trügt. Denn eigentlich möchte seine Frau die Ehe nicht weiter führen und die pubertäre Tochter nutzt jede Sekunde um ihre Eltern vor ihren Großeltern auflaufen zu lassen. Denn die wissen noch nicht, dass Franco schon eine eigene Wohnung hat. Auch wenn er versucht die Ehe zu retten wird dem Leser schnell klar, dass es seiner Frau anders geht. Und dann gibt es noch diesen mysteriösen Selbstmord eines Pfarrers, der De Santis keine Ruhe lässt. Denn er ist überzeugt, dass es kein Selbstmord war. Sowohl Fundort der Leiche als auch des Abschiedsbriefes lassen ihn daran zweifeln. Aber auch das Verschwinden der früheren Haushälterin und des PCs sind für De Santis Anzeichen für einen Mord…

Wird er den Fall klären? Und wie wird es privat für ihn weiter gehen?
Ich fand den Krimi von Fabio Paretta gut geschrieben. Zwar war der Anfang etwas zäh, ich finde aber das Buch hat sich im Laufe der Zeit gemacht. Die Stadt Neapel wird sehr gut beschrieben, man kann sich die Stadt auch ohne sie je gesehen zu haben gut vorstellen. Man ist gespannt, ob der Pfarrer – den De Santis noch aus seiner Jugend kannte – Selbstmord begangen hat oder nicht. Und auch ob seine Bemühungen um seine Frau fruchten oder nicht.
Insgesamt ein guter Krimi.

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