Sonntag, 12. Oktober 2014

Betamännchen


Sind die Männer noch zu retten? Diese Frage stellen sich Stefan Bonner und Anne Weiss im gleichnamigen Buch. Dank Blogg dein Buch durfte ich die 400 Seiten die die beiden verfasst haben lesen und musste das eine oder andere Mal herzhaft lachen. Und auch wenn die beiden ein paar Jahre älter sind als ich, habe auch ich  mir die eine oder andere Frage auch schon mal gestellt. Was erwarten wir Frauen heutzutage eigentlich von einem Mann? Wann ist ein Mann ein Mann ;) Auf der einen Seite hätten wir gerne den Versorger, der uns und unsere Familie (die wir natürlich irgendwann gründen wollen) komplett versorgen kann. Aber gleichzeitig wollen wir das auch er sich um die Familie kümmert. Das er mit Bohrmaschine und Kochlöffel umgehen kann. Doch was wenn wie im Fall von Stefan das männliche Vorbild fehlt und die Männer „zu weiblich“ werden?



Stefan kippt aus allen Wolken als sein Kumpel Marko Papa wird. Er tut das was für meinen Mann „typisch“ ist. Er trinkt sich ein paar Dosen Bier und zockt eine Runde. Seine Freundin Maja findet das gar nicht lustig. Denn auch sie ist schwanger und natürlich schwer begeistert das Stefan den Gedanken so schlimm findet. Seine Kollegin Anne die ihn zuerst für einen richtigen Kerl hielt macht sich auch Sorgen. Um Stefan und um die Männerwelt an sich. Denn klar würde sie gerne wieder einen Mann an ihrer Seite haben, aber so Typen wie ihre Mitbewohnerin sie jede Nacht anschleppt möchte sie auch nicht. Sie möchte einen richtigen Mann. Einen der sie beschützt und sie auf Händen trägt. Als sie auf der Buchmesse von einem Traummann gerettet wird ist sie direkt hin und weg. Doof nur das er denkt Stefan sei ihr Freund… Als die beiden sich wieder treffen und Wolfgang sogar noch ihr neuer WG-Mitbewohner ist, ist Anne hin und weg. Er scheint perfekt. Er macht jeden Morgen Frühstück und hilft im Haushalt. Doch nach einer Weile muss auch Anne sich eingestehen, dass Wolfgang nicht Mister Perfekt ist. Währenddessen muss Stefan immer mit Torsten, Majas Ex und Schwiegerpapas Liebling, konkurrieren und hat Angst das er Maja nicht Manns genug ist und möchte deshalb auf biegen und brechen ein Haus bauen.
Während die Männer (durch das fehlende männliche Vorbild) zu kleinen Weicheiern mutieren werden die Frauen selbständig erzogen. Sie müssen mit Papi werkeln und können deshalb selber besser mit Werkzeug umgehen als die Männer von heute.

In Betamännchen gibt es zum einen die Geschichte von Stefan, der bald Papa wird und Angst hat nicht männlich genug zu sein. Er liest eine ganze Menge Bücher die ihm helfen sollen ein echter Mann zu werden, besucht ein Männerseminar und  lernt seinen Vater kennen.
Anne dagegen sucht erst noch den richtigen Mann für die Familiengründung. Sie versucht es mit Onlinedating und trifft ihren ersten Schwarm. Doch die Treffen gehen alle in die Hose. Sie ist enttäuscht von den Männern und ihrem Verhalten.


Ich hatte Betamännchen in drei Tagen durch, es ist einfach lustig und gleichzeitig spannend. Die beiden Berichten immer nacheinander von ihren Erlebnissen und natürlich gibt es die eine oder andere Überschneidung. Meist enden die Kapitel natürlich genau an den spannenden Stellen. Zum Beispiel Als Stefan endlich eine Mail von seinem Vater bekommt oder Wolfgang plötzlich vor Annes Türe steht. Die Geschichten in den Kapiteln sind immer durch ein passendes Zitat aus Büchern oder Zeitschriften getrennt und auch am Anfang jedes Kapitels gibt es ein kleines Zitat. Manchmal gibt es auch passende Zeichnungen, alles in allem sehr süß gestaltet.


Von Bonner und Weiss gibt es übrigens noch andere Bücher und auch einen Blog, also schaut mal rein ;) 

Die Bücher sind im Bastei Lübbe Verlag erschienen und nächstes Jahr gibt es auch eine Lesetour.
Ich bin vom Schreibstil der beiden begeistert und werde mir (nach der BA) auch noch die anderen Bücher besorgen!


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